In guter Erinnerung und Dankbarkeit lassen wir das Flug Jahr 2025 Revue passieren.
Das Lieblingsfluggebiet der Skyangels scheint eindeutig der Jura zu sein 😊
Unschwer auf der folgenden Anlass-Infotabelle zu entnehmen. «S’Wätter isch hald am bestä im Jura» sagen natürlich die Organisatoren nach dem Fliegen! Dies mit einem breiten Lächeln im Gesicht und dem Landebier (je länger je alkoholfreier) oder einem Suurä Moscht in den Händen.
Mit dem Hike & Fly Treffen im Oktober von der Blüemlisalphütte (Berner Oberland), sticht jedoch tatsächlich noch ein zweites Fluggebiet heraus.
|
Datum |
Anlass |
Organisator |
Fluggebiet |
|
22. März |
Flugtag |
Dani |
Jura (Niederwiler-Stierenberg) |
|
12. April |
Flugtag |
Roger |
Jura (Obere Wengi) |
|
10 Mai |
Flugtag |
Ewald |
Jura (Weissenstein) |
|
21. Juni |
Flugtag |
Roman |
Jura (O. Wengi + Schwengimatt) |
|
6. Sept. |
Flugtag |
Dani |
Jura (O. Wengi) |
|
11. Okt. |
Hike & Fly |
Thömu |
Blüemlisalphütte |
|
15. November |
GV in Nürensdorf |
Joel |
|
Verfasst von Dani (Flugtage) und Thömu (H&F) im Oktober 2025
Titelfoto: Weissenstein, 10. Mai 2025
Flugtag, Sa. 22. März (Jura, Niederwiler-Stierenberg)
Mit dabei sind: Dani (Organisator), Luk, Thömu, Roman und Roger
Alea acta est! (die Würfel sind gefallen)
So schreibt es Dani in den Skyangels-Chat. Denn nach langem Zuwarten steht es jetzt endlich fest. Das erste Clubfliegen der Skyangels findet im Jura vom Niederwiler-Stierenberg aus statt. Wir fliegen alle in der Thermik, obwohl ca. eine Stunde lang die ganze Region weitgehend abgeschattet ist! Nach einem langen Flug sind Aussenlandungen fast nicht zu vermeiden. So sammelt Thömu mit seinem Auto Luk und Dani von Rüttenen bei Solothurn ein, danke Thömu! Wir treffen uns alle nochmals in der Nähe von Hubersdorf, wo Roman sich verabschiedet und Isabelle Zuhause tatkräftig mit den Jungs unterstützt. Roger, Thömu, Luk und Dani suchen sich ein Ort, an dem etwas zu essen angeboten wird. Schliesslich macht fliegen ja auch hungerig. Fündig werden sie bei Riedholz an der Hauptstrasse. Doch ausser Coup gibt es um diese Zeit dort nicht viel zu essen. «Da gehen wir nicht mehr hin» sagt Roger: «Es gibt hier um 16.12 Uhr keine Pommes frites»
(v.l.n.r.) Roman, Thömu, Dani, Luk und Roger
Flugtag, Sa. 12. April (Jura, Obere Wengi)
Mit dabei: Roger (Organisator), Thömu, Marcus, Dani
In den Bergen herrscht Föhn. So treffen sich Roger, Marcus und Dani um 12 Uhr am Bahnhof Oensingen und fahren von dort gemeinsam nach Matzendorf wo wir auf Thömu stossen. Dann geht’s mit dem Shuttlebus auf die Obere Wengi, von wo schöne Flüge in der Region Thal möglich sind. Nach einem ersten Flug von über einer Stunde, fahren wir gleich nochmals hoch, und werden mit einem wunderschönen ca. 25 minütig dauerndem Abendsoarig belohnt

(v.l.n.r.) Thömu, Roger, Dani und Marcus
Flugtag, Sa. 10 Mai (Jura, Weissenstein)
Dabei sind: Ewald (Organisator), Roger, Dani, Marcus, Luk und Thömu
Die Thermikbedingungen sind sehr gut an diesem Tag! So verwundert es nicht, dass schweizweit lange Flüge gemacht werden. Auf der XContest-Website wurden 638 Flüge eingetragen. Wovon 79 Flüge über 100 km anzeigen. Luk flog mit seinem Advance Theta Schirm am Chasseral vorbei bis nach Lignières (NE) 38.8 km, herzliche Gratulation Luk! Ewald fliegt bis fast nach Biel. Roger landet in Sonceboz-Sombeval. Thömu fliegt Richtung Biel, macht kehrt und landet in Oensingen weil er mal muss. Dani ist sein Testschirm zu «hibbelig» in der Luft, er landet nach 23 min Flugzeit und trifft dort nach wenigen Minuten Marcus an. Beide fragen sich gegenseitig erstaunt, warum bist den du schon hier?

Marcus und Dani fassen die Aufgabe, mit dem Auto von Ewald nach Solothurn zu fahren. Leichter gesagt als getan, denn der Autoschlüssel ist zwar beim PW deponiert, doch das Schranken-Ausfahrtsticket ist bei Ewald… Wie bringt man jetzt ein Auto ohne Ticket durch die geschlossene Schranke, ohne diese zu zerstören? Nach kurzem Überlegen… der Plan: Ein Auto (welches nicht in den Parkplatz will) wird kurzerhand gebeten, vor die Schranke zu fahren um ein Ticket zu bekommen. Danach muss dieses Auto einfach schnell wieder rückwärts auf die Strasse zurück… Denn ein Einfahrtsticket ist für kurze Zeit auch als Ausfahrtsticket gültig, sollte der Parkplatz voll sein 😉
Mit dem «nicht ganz legal erworbenen» Einfahrtticket in den Händen und einem Grinsen im Gesicht über den gelungenen Bubenstreich, geht es mit dem Ewald-Auto der geschlossenen Ausfahrtsschranke entgegen. Doch beim Heranfahren an die Schranke geht diese, ohne Ticketeinschieben, von selbst auf! Tja, dann war die ganze Ticket-Beschaffungsaktion um sonst, und das Gewissen wieder ganz rein

Ewald ist startklar!

(v.l.n.r.) Roger, Dani, Marcus und Luk
Flugtag, Sa. 21. Juni (Jura, Obere Wengi und Schwengimatt)
Mit dabei sind: Roman (Organisator), Roger, Marcus, Thömu, Luk, Roger und Dani
Marbachegg? Und am Nachmittag Jura? So lautet die Frage am Vorabend. Da die Gewitterneigung in den Alpen am Nachmittag beachtlich ist, brauchen wir am Nami allenfalls eine Ausweichdestination, so Roman im SkyangelsChat. Am Samstagmorgen ist es definitiv, keine Marbachegg am Morgen, sondern direkt in den Jura.
So warten die 6 Mannen, mit noch einigen weitern Piloten, auf die Thermik. Dann geht’s los, einer nach dem anderen schwingt sich in die Luft. Es gelingt jedoch nicht allen, die Krete des Brunnersberg hinter dem Startplatz zu überhöhen. Doch ein Soaring unterhalb der Krete gelingt.
Der zweite Flug findet von der Schwängimatt aus statt. Der Nordwind ist schwach, Dani gelingt es, sich in der Luft zu halten. Mitten über dem Tal findet er noch einmal einen sanf beginnenden Schlauch, welcher immer besseres Steigen hergibt. Doch plötzlich, wie aus dem nichts gibs einen Ruck und die Thermik «packt Dani am Kragen» und er steigt mit zeitweise über 5 m/s dem blauen Himmel entgegen. Da «packt ihn die Angst» und er geht schnell weg von dort und sicher landen.
Tatsächlich gewitterts in den Alpen am Nachmittag heftig (siehe Bild). Bei uns in Matzendorf ist es schön, und wir geniessen das Landebier. Marcus, Roger und Thömu gönnen sich anschliessend noch ein hervorragendes Abendessen, natürlich mit Pommes frites!

(v.l.n.r.) Roger, Marcus, Thömu, Luk, Dani und Roman

Flugtag, Sa. 06. September (Jura, Obere Wengi)
Dabei sind: Dani (Organisator), Thömu, und Roger
Das Wetter passt zum Fliegen, doch die Wetterprognose sagt starken Westwind über 1800 – 2000 m.ü.M. an. Somit kommen nur tiefer gelegene Startplätze in Frage. Doch wo?
Im SkyangelsChat schreib Dani:

Ewalds Antwort:

Romans Antwort:

So treffen sich Thömu, Dani und Roger beim Schnitzelplatz in Laupersdorf und gehen auf die Obere Wengi, nicht um Alkohol zu trinken, sondern um zu fliegen. Die Thermik setzt recht spät ein. Der Start erfolgt um ca. 13.45 Uhr. Diesmal gelingt es allen, die Krete am Brunnersberg zu überhöhen. Zeitweise spürt man die Bise aus Nordosten recht deutlich. Der Weiterflug nach Südwesten wird meist unter der Kretenhöhe fortgesetzt. Bis zum Karlisberg fliegen alle zusammen. Dani hat genug von den Bisen zersetzten Thermikschläuchen und entscheidet sich zum Rückflug. Roger und Thömu fliegen bis zum Brandberg, wenden und landen beim Landeplatz der Schwängimatt, wo Dani mit dem hergebrachten Roger-Bus vom Schnitzelplatz bereits wartet. Alle drei geniessen das…

Hää, alli nämed äs Alkoholfreis?! Mir wärdet älter
Hike & Fly, Sa. 11. Oktober (Blüemlisalphütte)
Mit dabei: Thömu (Organisator), Roger, Marcus, Roman und Ewald
Kandersteg, 8.40 Uhr. Der stahlblaue Himmel verspricht, dass es ein toller H&F Tag wird. Zu viert im Elektroauto und ich mit dem Töff voraus, fahren wir Richtung Talstation Oeschinen. Oben mit der Bahn angekommen, nehmen wir die Normalroute zum Restaurant Sennhütte, Die eingefärbten Laubblätter und der türkisfarbene Oeschinensee mit der vergletscherten Blüemlisalpgruppe im Hintergrund eine herrlich anzuschaun, dazu die Sonne welche vom wolkenlosen Himmel lacht, wahrlich eine Pracht!

Die Jungs sind fit, wir alle sind mit Leichtausrüstung unterwegs. Alle? Nein, ein Sherpa alias Ewald buckelt seine Normalausrüstung (15kg!) rauf. Der folgende Abschnitt bis Pt.2323 ist steil und anstrengend. Die Gruppe wird in die Länge gezogen, Sherpa, am Ende des Konvois ächzt unter der Last seines Rucksacks, ich unter der morgendlichen unfreiwilligen Komplettentleerung von Magen und Darm. Schliesslich erreichen wir die anderen beim Rasten nahe Pt. 2476. Roman ist so fit, dass er mit dem Sherpa tauscht und den schweren Schirm bis zur Hütte tragen wird, eine sehr schöne Geste!
Weiter geht es nun zunehmend steil und hochalpin. Schliesslich erreichen wir die noch bewartete Blüemlisalphütte. Bei Essen und Trinken (nicht für mich) werden die Energiespeicher wieder gefüllt.

Es erfolgen die Startvorbereitungen. Auch weitere Piloten sind anwesend. Der Wind kommt aus NO und somit von hinten. Zusammen mit dem Gletscherabwind nicht angenehm zum Starten. Der Rückenwind ist mal stärker, mal gar nicht spührbar. Roman ist der erste, er zieht bei einer günstigen Gelegenheit auf und überfliegt das Hohtürli ohne Problem. Nun starten nacheinander alle Piloten, als letzter starte ich mit einem 21er “Yeti” Testschirm. Trotz meiner Bedenken trägt der Yeti schon nach kurzem Laufen, ein herrliches Gefühl! Die Südflanken von Bundstock bis Bire tragen schön, so, dass der eine oder andere Kreis drinliegt, um den Aufstiegsweg von oben noch einmal revue passieren zu lassen. Das unfassbar schöne Panorama und diese Stille, einfach fantastisch! In knapp 20 Minuten wird auf der Wiese neben der Thalstation gelandet. Alles ist gut gegangen, ein wunderbarer Tag geht zu Ende.
Meteohinweis: Die Bise war etwas stärker als prognostiziert. Erst im Verlauf des Nachmittages langsam schwächer werdend. Zusammen mit dem Gletscherabwind kann so das Starten schwierig werden.
